Nassabriebklasse

Nassabriebklasse - Alles was du wissen (und meiden) solltest

Wie findest du die passende Farbe?

Um es kurz zu sagen:

Ein Blick auf die Nassabreibklasse auf dem Farbeimer gibt dir genug Auskunft, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Doch der Blick alleine reicht nicht aus - du solltest auch verstehen, was du ließt.

Deshalb zeige ich dir in diesem Artikel:

  • Alles was du über die Nassabriebklasse wissen solltest
  • Welche Farben gut für deine Wände sind
  • Welche Farben du auf jeden Fall meiden solltest

Legen wir los:

Beispielbild zum Blog-Artikel Nassabriebklasse

Alles, was du über die Nassabriebklasse wissen solltest

Das wichtigste zuerst:

Was sagt die Nassabriebklasse über Wandfarbe eigentlich aus?

Im Grunde gibt die Klasse nur an, wie „gut“ sich eine Außen- oder Innenfarbe abwaschen lässt, sobald die Wand schmutzig geworden ist. Anders gesagt:

Wie robust, widerstandsfähig oder beständig eine Wandfarbe ist.

Früher wurde die Nassabriebklasse in 3 (DIN 53 778) Normen aufgeteilt:

  1. Wenn sich keine DIN-Angabe auf der Farbe befand, war die Farbe unkooperativ. Du konntest also den Schmutz auf der Farbe nicht abwaschen, ohne die Farbe von der Wand zu lösen. Farbe ohne DIN Angaben waren wie billige Pflaster, die du leicht abreißen konntest.

  2. Hatte eine Farbe die Norm DIN 53778, hieß das, dass du die den Schmutz von der Farbe mit einem Lappen oder einem weichen Schwamm und Wasser lösen konntest.

  3. Hatte die Farbe neben der Norm DIN 53 788 den Zusatz „scheuerbeständig“, konnte man davon ausgehen, dass die Farbe ein richtiger Panzer sei. Du konntest sie scheuern, schrubben oder bürsten, ohne die Farbe von der Wand zu bekommen.

Die Zeit verging und aus der NORM DIN 53 788 wurde die europäische Form EN 13 300.

Was hat sich verändert?

Im Grunde nichts - außer dass es anstelle von 3 Kategorien jetzt 5 Stufen gibt.

Stufe 1 ist „der Panzer“.

Stufe 5 ist der namenlose Wandbelag, der sich schon von der Wand löst, sobald du dich auch nur angelehnt hast.

Um es kurz zu sagen:

Die Nassabriebklasse hilft dir dabei, eine Farbe danach zu bewerten, ob sie hochwertig oder schlecht ist.

Schauen wir uns deshalb die Nassabriebklassen im Detail an.

 

Die 5 Nassabriebklassen im Überblick:

Nassabriebklasse 1

Wenn du die bestmögliche Wandfarbe haben möchtest, dann greifst du zu dem Eimer mit der Nassabriebklasse 1. Wenn du allerdings die beste und hochwertigste Farbe auf dem Markt haben möchtest, dann nimmst du Sto Color Sil Premium - eine Silikat Innenfarbe von Sto.

Im Detail sieht die Klasse so aus:

Klasse 1 < 5 μm Abrieb bei 200 Hüben

Was heißt das?

Nachdem du gestrichen hast, kannst du die Wand schrubben, bürsten, scheuern und dazu noch Reinigungsmittel verwenden. Diese Farben sind robust und extrem widerstandsfähig. Um die Farbe von der Wand zu schrubben, müsstest du mächtig ins Schwitzen kommen.

 

Nassabriebklasse 2

Farben der Nassabriebklasse sind ebenfalls hochwertig - aber eben nicht so gut wie erste Klasse. Du kannst diese Farbe in Wohnräumen und Feuchträumen verwenden, ohne dir Sorgen machen zu müssen, ob sie standhält - das tut sie.

Im Detail wird die Klasse so eingestuft:

Klasse 2 ≥ 5 μm und < 20 μm bei 200 Hüben

Was heißt das?

Wenn die Wand schmutzig geworden ist, kannst du sie mit einer weichen Bürste auf sanfte Weise reinigen und dazu neutrale Reiniger verwenden.

In der Kategorie 2 empfehle ich dir die Sto Innenfarbe Sto Color Sil - die Innenraumfarbe mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Nassabriebklasse 3

Wandfarben der Nassabriebklasse 3 gehören zu den typischen „Baumarktfarben“ Sie sind preiswert, in jedem Baumarktregal zu finden und extrem billig in der Herstellung. Hier kannst du übrigens nachlesen, warum du Sto Farbe NICHT im Baumark kaufen kannst.

In der "Fachsprache" bedeutet Klasse 3:

Klasse 3 ≥ 20 μm und < 70 μm bei 200 Hüben

Was heißt das?

Wenn du Restfarbe im Eimer hast, nachdem du mit dem Streichen fertig bist, solltest du die Farbe unbedingt behalten. Wenn Schmutz an die Wand kommt, empfehle ich dir, die Stelle mit der Restfarbe zu überstreichen. Sonst kann es schnell passieren, dass du beim Reinigen die Farbe gleich mit abwischst.

 

Nassabriebklasse 4

Bei Farben mit der Klasse 4 musst du das Handtuch werfen. Es ist praktisch unmöglich solche Wände zu reinigen, ohne die Farbe weg zu wischen.

Im Detail heißt es:

Klasse 4 < 70 μm Abrieb bei 40 Hüben

Was heißt das?

Damit kannst du deinen Keller streichen oder deine Rumpelkammer, die bis oben hin mit Kram gefüllt ist. Solltest du diese Farben dennoch für Wohnräume verwenden, kannst du dich auf Schimmel einstellen und auf 3-4 Streichschichten, um den Untergrund vollständig zu bedecken.

 

Nassabriebklasse 5

Das Billigste vom Billigsten.

Im Detail:

Klasse 5 ≥ 70 μm bei 40 Hüben

Was heißt das?

Farben der Nassbriebklasse gehören zu den Dingen, die man „selbst seinem schlimmsten Feind nicht wünscht“. Du weißt, was das heißt:

Finger weg.

 

Fazit

Wenn du „weniger“ streichen möchtest, dann solltest du zu Farben der Nassabriebklasse 1 greifen.

In der Regel sind sie nicht nur scheuerbeständig, sondern auch extrem gut deckend und einfach zu streichen, weil sie nicht so schnell trocknen.

Für „dunkle“ oder selten genutzte Räume wie Keller, Garage, Waschzimmer usw kannst du mit der Klasse soweit herunter gehen, wie dein Gewissen es dir erlaubt.

Wenn ich alle deine Frage beantworten konnte und du gerade auf der Suche nach der richtigen Wandfarbe bist, kannst du dich gerne in unserem Shop austoben.

Falls du noch offene Fragen hast, dann schreib sie entweder in die Kommentare oder in den Chat.

 

Frohes Schaffen,

Dein Andreas Neufeld.

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