Witterung, Luftverschmutzung oder einfach Abnutzung - eine Hausfassade braucht hin und wieder einen neuen Anstrich. Das wird teuer? Muss nicht sein! Den Anstrich können Sie als geübter Heimwerker getrost selbst bewerkstelligen. Wie Sie ein professionelles Ergebnis erhalten und welche Fassadenfarben sich am besten eignen, erfahren Sie hier.

Fassade streichen - Fehleranalyse

Nach 10 oder 20 Jahren ist es in der Regel soweit. Die Fassade altert und ein neuer Anstrich ist nötig. Für ein gutes Ergebnis sollten Sie zunächst eine detaillierte Fehleranalyse starten. Möglicherweise hat der Außenputz Risse, die erkannt und behandelt werden müssen. Das erfordert kleinere Reparaturen. Neben Schönheitsfehlern, wie Dreckspritzer, allgemeines Verblassen oder Schmutzpartikel kann die Fassade auch mit Grünalgen besiedelt sein. Blättert zusätzlich die Farbe ab oder sind sogar Löcher vorhanden, müssen Sie die Außenwände vor dem neuen Anstrich gründlich sanieren.

Fassade streichen - Farbauswahl

Welche Farbe Ihre Außenwände erhalten, sollten Sie im Vorfeld klären. Ob klassisch oder modern bleibt ganz Ihnen und Ihrem Geschmack überlassen. Wichtig ist nur, dass Sie sich vor Beginn Ihrer handwerklichen Tätigkeiten über geltende Vorschriften informieren. Laut dem deutschen Baugesetzbuch (BauGB) müssen die Eigentümer immer das Ortsbild berücksichtigen. Steht Ihr Haus unter Denkmalschutz wirds noch ein bisschen komplizierter.

Entscheidend für ein lang anhaltendes Resultat ist vor allem die Farbart. Für Außenwände gibt es unzählige Auswahlmöglichkeiten. Langfristig bewährt haben sich die erstklassigen Lotusfarben. Diese speziellen Fassadenfarben haben eine ganz besondere Eigenschaft: Sie verfügen über einen Abperleffekt. Dieser wurde von der Lotusblüte abgeschaut. Die Oberfläche der Außenwände wird durch die Lotusfarben stark wasserabweisend. Diesen Effekt ermöglichen spezielle Zusätze in den Fassadenfarben. Der Regen läuft daran in Rinnsalen wieder ab. Kleine Schmutzpartikel werden einfach fortgespült. Man spricht bei diesen Fassadenfarben auch von einer selbstreinigenden Wirkung. Besonders zu empfehlen sind die hochwertigen Lotusan Fassadenfarben von Sto. Diese Farben sind mit Lotus-Effect Technology. Lotusan wirkt natürlich gegen Pilze und Algen. Ganz ohne bioziden Filmschutz. Die Anwendung ist denkbar einfach. Geeignet sind sie für Anstriche auf organischen oder mineralischen Untergründen. Lotusan ist strukturerhaltend, CO2- und wasserdampfdurchlässig und reduziert die Benetzbarkeit mit Wasser. Dank X-black Technology, wirkt ein hochmoderner Hitzeschild gegen das solare Aufheizen. Mit Lotusan perlt jeglicher Schmutz mit dem Regen ab. Zudem sind die Fassadenfarben äußerst sparsam im Verbrauch und haben eine hohe Deckkraft. Mit Streichen, Rollen oder Spritzen gestaltet sich der Auftrag kinderleicht. Lotusan garantiert ein schönes und professionelles Ergebnis, um das Sie Ihre Nachbarn beneiden werden.

Fassade streichen - Material und Werkzeuge

Ob Malerbürste, die sogenannte Quast oder Farbroller: Entscheidend ist hier letztlich die Qualität. Wer keine Lust hat einzelne Borsten aus dem frischen Anstrich zu ziehen oder auf eine verklumpte Bürste, sollte beim Streichwerkzeug nicht sparen. Eine klassische Lammfellrolle empfiehlt sich immer. Sie ist langlebig und robust. Kunststoffrollen eigenen sich eher für dünnflüssige Fassadenfarben.
Weitere unverzichtbare Werkzeuge sind: ein Flachpinsel (am besten mittelgroß) für die Ränder sowie Klebeband und Plane. Mit dem Band werden angrenzende Bauteile sicher abgeklebt. Ein Eimer, Abstreifgitter und Hochdruckreiniger oder Gartenschlauch, sind zudem unverzichtbar.

Muss die Fassade erst repariert werden, benötigen Sie weitere Werkmaterialien für die Sanierung: Reparaturspachtelmasse, Spachtel, Hammer, Drahtbürste und Glättekelle. Werden obere Stockwerke neu gestrichen, brauchen Sie ein Gerüst. Dieses kann gemietet werden. Adressen finden Sie im Internet. Sie können auch im Baumarkt Ihrer Wahl nachfragen. Die Außenwände mit einer normalen Stehleiter zu bearbeiten ist zwar machbar, aber eher unpraktisch und vor allem äußerst gefährlich. Die Leiter muss wenigstens beidseitig abgestützt werden. Sie sollten sich zusätzlich durch Leibgurte absichern. Solche Sicherungsgurte können bei Dachdeckerbetrieben ausgeliehen werden. Zu empfehlen sind einfache Stehleitern für den Anstrich der Außenwände dennoch nicht. Ein Gerüst kostet zwar etwas mehr, ist aber sicherer und garantiert ein gelungenes Ergebnis.

Fassade streichen - Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Anstrich beginnen, sollten Sie zwingend den Untergrund prüfen. Hierfür gibt es spezielle Fassaden-Prüfkits. Diese lassen sich in größeren Baumärkten erwerben. Preislich liegen sie bei rund 15 Euro.
Folgende Punkte sollten einer strengen Prüfung unterzogen werden:

Befinden sich starker Schmutz oder Algen auf der Außenwand?

Häufig genügt hier einfaches Abspritzen. Dabei wird die Fassade mit dem Gartenschlauch bearbeitet. Bei starkem Schmutz benötigt man einen Hochdruckreiniger. Der effektive Wasserstrahl löst lose Farbe und lockeren Putz. Bei der Arbeit ist Fingerspitzengefühl notwendig, um keine Schäden anzurichten.

Blättert die Farbe ab?

Ist dies der Fall, muss der in die Jahre gekommene Fassadenanstrich abgeschliffen werden. Das kann per Hand oder mit einem Schleifgerät bewerkstelligt werden.

Ist die Oberfläche noch fest?

Ein einfacher Test bringt hier ein klares Ergebnis: Wischen Sie mit einem Tuch über oder Kratzen Sie mit einer Bürste an der Oberfläche. Löst sich Sand muss der Fassadengrund gründlich behandelt werden.

Existieren Löcher oder Risse?

Reparaturspachtelmasse ist hier die richtige Wahl. Die Löcher oder Risse werden damit gefüllt und anschließend gut verstrichen. Kleine Spalten, sollten zuvor vergrößert und mit dem Spachtel überdeckt werden. Anschließende legen Sie Armierungsgewebe auf und bearbeiten alles nochmals mit der Spachtelmasse. Für eine glatte Oberfläche kann nach dem Aushärten nachgeschliffen werden.

Ist der Putz noch beständig?

Der Klopftest gibt Aufschluss. Dabei wird mit der Faust vorsichtig auf die Fassade geklopft. Klingt der Untergrund hohl, verfügt der Putz über keine ausreichende Haftung mehr. Bei größeren Stellen müssen Sie das lose Fundament abschlagen und neu verputzen. Kleinere Flecken können möglicherweise mit Armierungsgewebe überspachtelt werden.

Fassade streichen - der perfekte Anstrich

Nach Abschluss der Vorbereitungen kann die erste Schicht der hochwertigen Lotusan Fassadenfarbe aufgetragen werden. Folgende Tipps garantieren einen perfekten Anstrich:

Richtiges Wetter abwarten

Ideales Streichwetter ist nicht zu sonnig, aber auch nicht zu kalt. Besonders warme Tage laden zu Außenarbeiten ein. Ist es allerdings zu heiß, kann der frische Putz buchstäblich verbrennen. Durch die Hitze wird die Feuchtigkeit zu schnell entzogen. Diese wird aber für die Aushärtung benötigt. Das Material wird poröse oder defekt. Auch feuchtes oder nasses Wetter führt zu Unannehmlichkeiten. Regen kann zu kleinen Rissen führen. Die Feuchtigkeit ist hierfür der Auslöser. Nebel ist ähnlich schlecht. Optimal für den perfekten Fassadenanstrich sind Tage mit leichter Bewölkung und Temperaturen von 10 bis 25 Grad.

Immer durchgängig streichen

Um Streifen zu verhindern, sollten Sie immer in einem Arbeitsgang, das heißt: nass in nass streichen. Zudem sollte der Zweitanstrich erst aufgetragen werden, wenn der Erste vollständig durch getrocknet ist.

Genug Fassadenfarbe kaufen

Für einen lückenlosen und gut deckenden Anstrich der Außenwände empfiehlt es sich, mehrere dünne Farblagen aufzutragen. Das verhindert die gefürchtete Runzelbildung. Deshalb ist es wichtig, dass Sie genügend Farbe kaufen. Besonders bei einem rauen Untergrund können Sie getrost 20 Prozent mehr Fassadenfarbe einplanen. Ein Grundsatz für Heimwerker ist: Es ist besser zweimal dünn zu streichen, als einmal viel zu dick aufzutragen!

Mit unseren Tipps und den Fassadenfarben von Sto, gelingt Ihnen ein optisch schöner und hochwertiger Anstrich Ihrer Fassade. Mit etwas handwerklichem Geschick und dem richtigen Werkzeug werden Sie Ihre Außenwände verjüngen und Ihr Haus neu erstrahlen lassen.