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Salvador Dali sagte: 

“Modelle sollten sich bemühen, dem Porträt ähnlich zu sehen.”

Ähnliches denken sich manchmal Heimwerker, wenn sie Ihr Wohnzimmer streichen:

“Hoffentlich bemüht sich die Wand, meiner Vorstellung ähnlich zu sehen.”

Meistens sieht das Ergebnis hinterher aber anders aus, als gedacht.

Damit Ihnen so etwas nicht passiert und sie am Ende das gewünschte Ergebnis auf Ihrer Tapete sehen, haben wir für Sie 5 praktische Tipps aufgelistet, die Sie sofort anwenden können.

So wird das Streichen der Tapete für Sie zum Kinderspiel:

Schritt 1: Prüfen Sie, ob die Tapete zum Streichen geeignet ist

Bevor Sie sich ans Werk machen und Ihrer Tapete einen neuen Schliff geben, sollten Sie prüfen, ob Ihre Tapete geeignet ist.

Auf 2 Dinge sollten Sie dabei achten:

Liegen die Tapeten nahtlos aneinander?

Wenn ja, haben Sie grünes Licht. Sollten sich die Tapeten jedoch überlappen, entstehen nach dem Streichen hässliche Abdrücke - entfernen Sie diese vorher mit einer scharfen Klinge.

Klebt die Tapete fest an der Wand?

Wenn Sie merken, dass sich die Tapete an Ecken und Kanten schon löst, ist das erstmal kein Problem - kleine Patzer wie Risse, abgelöste Ecken und Luftlöcher können Sie mit Tapetenleim wieder befestigen.

Schritt 2: Was tun, wenn die Tapete nicht mehr zu retten ist?

Wenn Ihre Tapete sich stark von der Wand ablöst, hilft Ihnen auch kein Malermeister mehr.

Die Tapete muss ab.

# Lesetipp: 7 Alternativen zum Tapezieren

Auch bei größeren Löchern muss eine neue Tapete heran - sonst sieht das Ergebnis nach dem Streichen wie ein pubertierendes Gesicht eines Teenagers aus: ein Pickel hier, ein ästhetischer Fleck dort, wo ihn jeder sehen kann.

Prüfen Sie auch, ob die Farbe auf der Tapete abblättert. Wenn ja, ist schon zu viel Gewicht auf der Tapete drauf und die neue Farbe wird nicht halten - auch da hilft nur der kurze Prozess.

Hier ist noch Tipp vom Profi:

Streichen Sie mit Ihrer Hand über die Tapete. Wenn die Farbe an Ihrer Hand abfärbt, kreidet sie und ist nicht zum Überstreichen geeignet. Die neue Farbe wird nicht halten.

Schritt 3: Wählen Sie die richtige Farbe

Hat Ihre Tapete den Test bestanden, brauchen Sie nur noch die richtige Farbe.

Verschiedene Tapeten benötigen verschieden Farben:

  1. Strukturtapete: Nehmen Sie hierfür eine etwas dickere Latexfarbe oder flüssige Raufaserfarbe. Unsere Empfehlung: StoColor Opticryl Satinmatt

  2. Mustertapete: Meist ist die Oberfläche glatt. Damit die Farbe haftet, sollten sie eine feste Wandfarbe verwenden. Unsere Empfehlung? StoColor Rapid - damit genügt schon nur 1 Anstrich.

  3. Vliestapete, Raufaser oder Vinyltapete: Nehmen Sie für solche Tapete am besten eine Dispersionsfarbe. Wie empfehlen Ihnen StoColor In.

Raufasertapeten sind Allrounder und können mit fast jeder Farbe bestrichen werden. Aber:

Finger weg von billigen Farben.

Diese sind dickflüssig und mit Kreide versetzt. Greifen Sie lieber zu hochwertigen Sto Farben, weil sie flüssiger und mit Farbpigmenten versetzt sind.

Daher empfehlen wir Ihnen die Sto Innenfarbe.

Schritt 4: Die Vorbereitung ist das Wichtigste

Um Ärger, Enttäuschung und auch Kummer zu vermeiden, sollten sich vor Beginn alles richtig machen.

Deshalb sollten Sie diese 3 Dinge VOR dem Streichen nicht vergessen:

  1. Nehmen Sie sich ein Besen und befreien Sie die Wand von Staub und Spinnweben.

  2. Decken Sie alles mit Abdeckfolie oder Malerbandab, wofür die Versicherung nicht haftet: Steckdosen, Türrahmen, Fensterbänke, den Fernseher und Ihren Hund.

  3. Spachteln Sie Löcher in der Wand zu. Schleifen Sie diese Stellen eben zu der Wand.

Haben Sie das alles getan, sparen Sie sich viel Leid und Mühe.

# Lesetipp: Die richtige Vorbereitung beim Tapezieren!

Denn wenn die Farbe erstmal durch den Raum fliegt, kriegen Sie die Farbkleckse nur noch mit viel Mühe wieder weg.

Schritt 5: So streichen Sie richtig

Was tun Sie, bevor die Wurst oder der Käse auf das Brot kommt?

Richtig - Sie streichen vorher mit Butter darüber.

Deshalb gilt:

Vor dem Streichen kommt das Vorstreichen.

Streichen Sie sämtliche Ränder, Ecken und Kanten mit einem Pinsel vor, sodass sie ungefähr 10 cm breite Farbstreifen haben.

Streichen Sie nur so viel vor, dass die Farbe nicht trocknet. Um ein schönes Farbbild an der Wand zu haben, sollten Sie “nass in nass” überstreichen.

# Lesetipp: Meine 4 wichtigsten Tipps, um Streifen beim Streichen zu vermeiden

"Damit das klappt, müssen Sie zügig und ausdauernd sein!", würden viele Ratgeber an dieser Stelle betonen.

Wir sagen Ihnen: Entspannen Sie sich.

Wir empfehlen Ihnen StoColor Rapid Ultramatt - sie trocknet sehr langsam und eignet sich perfekt für Innenräume.

Nachdem Sie vorgestrichen haben, streichen Sie die Tapete senkrecht, von oben nach unten, damit die Tapete sich nicht von der Wand löst.

Ein Tipp vom Profi: Entfernen Sie das Malerband noch im feuchten Zustand. So bleiben die Ränder geradlinig und sauber.

Machen Sie es wie die Profis

Gehen Sie alle 5 Schritte durch und prüfen Sie, ob es sich noch lohnt, Ihre Tapete zu streichen. Wenn nichts mehr zu retten ist, sollten Sie sich für eine neue entscheiden.

Wenn Ihre Tapete aber den Test besteht, dann vernachlässigen Sie bloß nicht die Vorbereitung, sonst kann es passieren, das Ihre Möbel und Böden bunter aussehen als der Regenbogen.

Haben Sie schon die richtige Farbe?

Verzichten Sie auf billige Farben und entscheiden Sie sich für die Farben der Profis:

In unserem Sto Farben Online Shop finden Sie alles, was Ihre Tapete braucht.

 

Frohes Schaffen,

Ihr Andreas Neufeld


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